3. Dezember 2016

In einem großartigen Konzert der Big-Band "Art of Music", mit Solisten und auch 30 Schülerinnen des BMR-Schulchores, die von Fabian Konz hervorragend auf diesen Auftritt vorbereitet worden waren, konnte nicht nur den 1.200 Konzertbesuchern vor ausverkauftem Haus ein wunderschönes Konzerterlebnis präsentiert werden, der Reinerlös dieser Veranstaltung kam der integrativen Tagesstätte Haus Tobias zugute. Für die Schülerinnen war es bereits das zweite Mal, dass sie bei einem solchen großen Auftritt mitwirken durften. Wieder ein tolles Erlebnis!

Der Bericht im Trierischen Volksfreund vom 05.12.2016 und auch die nachstehenden Bilder von Heiko Kapeller vermitteln das, was der Zuhörer während des Konzertes erleben durfte: Eine großartige Veranstaltung!

Danke an alle Mitwirkenden!

 

Trierischer Volksfreund, Trier | 05. Dezember 2016 | Autor: Christina Bents

Klangvolle Emotionen für bedürftige Kinder

Balladen, Liebeslieder und jede Menge Gefühl gepaart mit musikalischem Können haben 1200 Besucher in der ausverkauften Europahalle in Trier beim elften Benefizkonzert der Big Band Art of Music erlebt. Zeitweise wurde der Platz auf der Bühne eng, denn der Chor der Blandine-Merten-Realschule Trier und das Streich-Ensemble Largo waren mit dabei.

Trier. Zum zehnten Mal in Folge ausverkauft. Das ist eine Leistung, auf die die Band Art of Music stolz sein kann, denn es ist nicht ein Bürgersaal, in dem sie spielt, sondern die Europahalle in Trier, wo sonst nationale Stars auftreten. Am Samstag aber waren die Kinder der integrativen Häuser Tobias die eigentlichen Stars, denn für sie spielten die 70 Musiker unter der Schirmherrschaft der Bundestagsabgeordneten Katarina Barley, Generalsekretärin der Bundes-SPD.
Bei der Big-Band-Version des Weihnachtslieds "Oh kommet ihr Hirten" konnte man die Freude der Musiker um Christian Botzet hören. Frisch, locker und dabei hochkonzentriert legten sie los. Gesanglich machte Christian Schmitt mit einer Frank-Sinatra-Version des Stücks "I ’ve got you under my skin" leichtfüßig den Anfang. Gleich darauf empfing das Publikum Daniel Bukowski mit viel Applaus, er sang "Hello" von Lionel Richie. Als besonderer Gast des Abends durfte Carolina Berens Arniz ihre gesanglichen Qualitäten dem großen Publikum zeigen - sie hatte nämlich beim Casting von Big Band und der städtischen Kulturförderung gewonnen. Mit einer kraftvollen Stimme und ihrer Ausstrahlung zog sie die Besucher gleich auf´ ihrer Seite, sie klatschten mit, als die Sängerin "Valerie" von Ami Winehouse zum Besten gab. Für ihre Leistung belohnte die Kulturstiftung Trier sie mit einem Stipendium, das ihr Harry Thiele überreichte. Christian Botzet machte zum Ende ihres Stücks sogar einen Freudesprung am Dirigentenpult.

Ein Sänger, den die dezent und souverän moderierende Hannah Böhme als echtes Unikat vorstellte, kam nun auf die Bühne: Steff Becker, der mit seiner rauen Stimme Joe Cocker musikalisch lebendig werden ließ. Mit einer unglaublichen Wärme und Herzlichkeit sang Shirley Winter "Downtown". Dass sie sich freut, "da zu sein", brauchte sie eigentlich nicht zu sagen, denn das spürten die Besucher. Werner Hertz betrat die Bühne ganz selbstverständlich, mit seinem Gesang und seiner Ausstrahlung hätte man als Zuschauer meinen können, auf dem Broadway zu sein und einem der dortigen Stars zuzuhören.

Zurück ging es dann ins Deutschland der 80er Jahre. Von Peter Mocker arrangiert sangen 30 Schülerinnen der Blandine-Merten-Realschule gemeinsam mit Shirley Winter "Wunder geschehen", bei dem Lea Zimmer einen Solopart übernahm.

In der zweiten Hälfte wurde es ein weihnachtlicher. Zu "White Christmas" hatten die Trompeter blinkende Geweihe aufgesetzt. Auch Casting-Gewinnerin Caroline war mit Christian Schmitt im Duett von "Feliz Navidad" zu hören, und Katharina Scherer sang einen Titel von Tracy Chapman.
Die Auftritte der Instrumentalisten führte Markus Stoll an, er spielte auf dem Flügelhorn "For my daugther", intensiv und tiefgründig. An der Soloposaune zeigte sich Peter Mocha gefühlsstark, rhythmisch sicher, und man konnte hören, was alles in einer Posaune stecken kann. Sehr viel Applaus bekamen auch die Bukowski-Brüder Daniel und Gerd, die gemeinsam "Don’t let the Sun" sangen. Ein musikalischer Höhepunkt war das finale Medley aus deutschen Songs der vergangenen Jahrzehnte, von Caterina Valente über Herbert Grönemeyer, Andreas Bourani bis hin zu Peter Maffay, das extra für die Band und ihre Sänger arrangiert worden ist. Als Zugabe gab es von Katja Ebstein "Wunder gibt es immer wieder" mit allen Sängern und dem Schulchor. Nach dieser musikalischen Leistung wird im nächsten Jahr kein Wunder nötig sein, um die Europahalle voll zu bekommen.

 

Fotos: Heiko Kapeller

 


Foto: U. Holkenbrink